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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

Ideenwettbewerb für das TV-Gelände jetzt!

Die Planung des TV-Geländes muss mit einem Ideenwettbewerb, bei dem Architekten und Städtebauer viele verschiedene Entwürfe einsenden, erfolgen.

Bei diesen Wettbewerben werden auch immer die Bürger/innen und ihre Ideen und Vorstellungen mitgenommen und es können so sehr schnell und kostengünstig kreative und sachkundige Lösungen für das Gelände gefunden werden.

  • Die Bayerische Architektenkammer schreibt hierzu:
    „Der Architektenwettbewerb – Ein Weg zur maßgeschneiderten und kostengünstigen Lösung. […] Dabei eignet sich ein Wettbewerb für jede Art von Planungsaufgabe – für Gebäudeplanungen, städtebauliche Projekte, Landschaftsplanungen oder Innenraumgestaltungen.“
  • Auch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen Bau und Verkehr begrüßt Wettbewerbe und fördert diese sogar für modellhafte städtebauliche Planungen.
  • Im § 78 Abs. 1 der Vergabeordnung heißt es: „Planungswettbewerbe gewährleisten die Wahl der besten Lösung der Planungsaufgabe und sind gleichzeitig ein geeignetes Instrument zur Sicherstellung der Planungsqualität und Förderung der Baukultur.“
  • Und in der Präambel den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) ist zu lesen: „Bei großen Bauaufgaben ist es selbstverständlich, dass eben diese Qualität am ehesten mithilfe des Ideen-Wettstreits um die beste Lösung für städtebauliche, architektonische, baulich-konstruktive oder künstlerische Aufgaben erreicht und erhalten werden kann. […] Wettbewerbe sind ein hervorragendes Instrument der öffentlichen Vermittlung von Architektur und Baukultur.“
TV-Gelände ist für die Stadtentwicklung entscheidend

Es ist immer wieder erstaunlich, wie in Burglengenfeld allgemein anerkannte planerische Mindeststandards unterlaufen werden. Vorbei an der Öffentlichkeit sollen in einem Eiltempo Fakten geschaffen werden, die durch ihre Kurzsichtigkeit die Entwicklung der Innenstadt auf Jahrzehnte hemmt, wenn nicht sogar verhindert. Das Gelände ist aufgrund der Lage, der Verkehrsanbindung, der Nachbarschaft, des Denkmalschutzes, der Bedeutung für das Stadtklima, des Brandschutzes, der Bausubstanz (Sporthalle) und der Erschließung nicht einfach zu beplanen. Hier kann nur durch einen Wettbewerb die beste Lösung gefunden werden.

Dazu kommt noch, dass das TV-Gelände durch seine schiere Größe eine herausragende Bedeutung bei der Entwicklung der Altstadt besitzt. Je nach dem was, auf dem Gelände geplant wird, wird es die Entwicklung der Altstadt massiv beeinflussen. Das Gelände einfach ideenlos, möglichst dicht mit Einheitsbrei-Investorenarchitektur volllaufen zu lassen um die Rendite zu maximieren wird der Altstadt mehr schaden als nützen und die Chancen auf eine echte qualitative Entwicklung wird leichtfertig ignoriert.

Das TV-Areal in Burglengenfeld
Wettbewerb findet die beste Lösung für die Stadt

In einem Wettbewerb entwickeln die Planer nach den ausgeschriebenen Vorgaben ihre Ideen. Dabei werden auch immer die Bürger/innen mit einbezogen. Und egal was immer von Seiten der Bürgerschaft oder des Stadtrats gefordert wird, die Stadt hat die Planungshoheit. Ob neuer Stadtpark, Urbanes Gebiet, City-Einkaufszentrum oder dichter Wohnbebauung – solange die Qualität stimmt ist alles vorstellbar. Ein offener Wettbewerb muss zeigen, was die Bürger/innen wollen und was möglich ist.

Mein Vorschlag: Innerstädtisches Einkaufszentrum

Mein Vorschlag ist, wie bereits an andere Stelle erläutert, ein City-Einkaufzentrum, nach dem Vorbild anderer Kleinstädte. Ich werde die Idee in einem extra Beitrag genau erläutern und erklären, warum dies nicht unrealistisch ist. Nur bereits so viel hierzu: BR: Einkaufszentren wollen zurück in Innenstädte

Der TV ist Eigentümer und bestimmt über das Gelände

Um es am Ende noch einmal zu betonen: Der TV ist Eigentümer des Geländes und er kann mit seinem Gelände zunächst tun und lassen was er will und in interne Vereinsangelegenheiten sollte man sich von außen auch nicht einmischen. Dabei sollte man allerdings von Vereinsseite nicht nur auf den Verkaufserlös achten, sondern vielmehr mit der Stadt zusammen planen.

Die Stadt hat immer Mittel und Wege einen Ausgleich zu schaffen um für eine angemessene Aussiedlung des Vereins zu sorgen, mit dem alle Parteien zufrieden sein können. Oder kurz: egal was auf dem Gelände geplant wird, es wird nicht zum Schaden des TV sein!

Denn man darf auch nicht vergessen: die Stadt besitzt die Planungshoheit und hat von Gesetz her die Aufgabe, die Interessen Aller in der Stadtplanung sorgfältig abzuwägen und im Wohle der Allgemeinheit zu handeln.

Ihr Gregor Glötzl

Gregor Glötzl
Weiterführende Infos

Ablauf eines Wettbewerbs:
https://www.stmb.bayern.de/assets/stmi/miniwebs/buergerbeteiligung/mw-buergerbeteiligung_planungswettbewerb.pdf

Geförderte modellhafte Städtebauliche Projekte:
https://www.stmb.bayern.de/buw/staedtebau/planungszuschuesse/index.php

Handreichung Architektenwettbewerb der BYAK:
https://www.byak.de/data/Vergabe/V_WB/Broschuere_Architektenwettbewerb.pdf